Dienstag, 6. Januar 2009

Die Woche des Schreckens™

Boah, ist das anstrengend. Ein kurzer Zwischenbericht. Nach der Beendigung der Klausur des gestrigen Montags, gönnt man sich ca. eine Stunde Pause. Man beginnt, sich auf eine der Klausuren des Folgetags vorzubereiten, um festzustellen, dass der Stoff allgemein unterschätzt wurde. Man lernt in die Nacht hinein, steht nach etwa vier Stunden Schlaf um 5 Uhr auf, um noch weitere 2 Stunden lernen zu können. Kopfweh, Kreislaufprobleme, Fühstück: Kaffee. Klausur von 8 bis 10, nervöser Blick auf die Uhr: Es bleiben 4,5 Stunden, um die Geschichte der abendländischen Staatsphilosophie zusammenzufassen und auswendig zu lernen. Jo, das nimmt man dann mal in Angriff, drückt sich weiter Kaffee und ein Sandwich rein, schreibt die Klausur. Fertig geschrieben, Glückshormone, abermals muss das Bedürfnis unterdrückt werden, sich ein kühles Bier zu schnappen und den Tag locker ausklingen zu lassen. Pause bis 17:00 Uhr, morgen warten die nächsten beiden Klausuren.

Fürchterlich. Man unterteilt den Tag eigentlich nur noch in unterschiedliche Lernphasen. Irrsinn eigentlich, dass der Mensch Schlaf- und Ernährungsmangel einfach so auf sich nimmt, nur um möglicherweise in einer absehbaren Zeit mit einem profanen Stück Papier entlohnt zu werden. Man fragt sich, ob man nicht doch glücklicher wäre, wenn man den Tag damit verbringen würde, sich einfach mal ein leckeres Tier zu jagen (für die Hippies: nen geiles Soja-Tofu herzustellen) und es abends an einem Feuer zu verspeisen.

Aber gut: Der momentane Zustand ist ja nicht auf Dauer ausgelegt und nächstes Semester wird wesentlich entspannter. Am heutigen Dienstag wurden bereits 37,5% der Klausuren bewältigt, gemessen in Stunden sogar 40%. Morgen abend 62,5 % bzw. 70 (!) %. Alles wird gut.

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